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Kali kommt

Roman, Jochen Weiss (Gaura Shiromani), Kindle Edition 672 S.

970g

„Tief im Innern weiß ich, dass es einen höheren Sinn gibt für meine Verdorbenheit und mein Treiben. Doch ich schere mich nicht darum! Ich handle einfach nach meiner Natur und zerstöre Menschenleben. Das macht mich glücklich und satt. So bin ich eben!«

Indien vor viertausend Jahren: Die große Zeit der Brahmanen und heiligen Könige geht ihrem Ende entgegen. Kali kommt, der mysteriöse Herr des Streites und der Niedertracht. Verführt von seinen Machenschaften, beginnen die Menschen ihre erhabene Tradition zu vergessen. Habgierige Tempelpriester, dekadente Königshäuser und tyrannische Großgrundbesitzer verwandeln die zivilisierten Länder in höllische Orte.

In diese Zeit des Niedergangs führt uns Manus dramatische Geschichte. Obwohl als Findelkind aufgewachsen, fühlt er sich zum König berufen und sucht Zuflucht in einem Kloster im Himalaya, das die jungen Adelssöhne zu rechtschaffenen Regenten ausbilden soll. Sein Ringen um Aufnahme und Anerkennung trotz seiner namenlosen Herkunft, sein Werben um die schöne, gefeierte Prinzessin Citra und der Kampf gegen seinen Erzfeind Rahu münden in eine von atemloser Spannung begleitete Begegnung mit Kali, dem Herrn der Finsternis.

Kalis Bestreben, diese Welt durch seine Verlockungen und Intrigen zugrunde zu richten, scheint unaufhaltbar zu sein. Doch Manu hat einen Verbündeten auf seiner Seite, eine geheimnisvolle Waffe, ein uraltes Wissen, von dem er selbst bis zum Schluss nichts ahnt.

Dieser Roman ist mehr als eine spannende Abenteuergeschichte um Liebe, Macht, Magie und den Kampf gegen das Böse. Er offenbart Einsichten in eine heute nahezu vergessene Blütezeit der Menschheit. Man muss sich das einmal vorstellen: Da existiert ein gewaltiges Schriftgut in Indien, das eine uralte Zivilisation mit überragenden kulturellen, wissenschaftlichen und spirituellen Errungenschaften beschreibt – und die „Fachwelt“ hält dies für bloßen Mythos! Dies ist die vedische Zivilisation (Veda = „Wissen“), die uns zeitlose kulturelle und spirituelle Geschenke – wie Yoga, Ayurveda, Buddhismus und Astrologie – vermacht hat.

Nach ihrer eigenen Überlieferung ging diese Zivilisation vor über 5,000 Jahren in einem gigantischen Bruderkrieg unter. Diese Begebenheiten werden in dem großen indischen Epos Mabharata geschildert. „Kali kommt“ ist nach Wissen des Autors der erste Roman der modernen Weltliteratur, der in dieser Kultur angesiedelt ist – genauer gesagt, tausend Jahre nach jenem Krieg. Er hält sozusagen eine nostalgische Rückschau auf die „gute alte Zeit“, deren Erbe unter dem Einfluss Kalis, des mysteriösen diabolischen Herrschers der „neuen Zeit“, allmählich zerbröckelt. Damit haben wir sozusagen einen historischen Roman, der uns eine vergessene und ignorierte Zivilisation – und den Geist ihres großen spirituellen Erbes – näher bringt.

„Wenn du nach der letzten Wahrheit suchst, dann meditiere darüber, dass du ewig bist. Versuche das zu begreifen und alles andere wird sich finden.“

Manus Auseinandersetzung mit Kali widerspiegelt die zeitlosen Grundsätzen des menschlichen Strebens nach Erhebung und Vervollkommnung. Gerade in der heutigen Zeit der Globalisierung von Krieg, religiösem Fanatismus und rücksichtsloser Ausbeutung der Erde gewinnen sie mehr an Bedeutung als je zuvor.

Umfang: ca. 500 Standard-Buchseiten

Jochen Weiss, Jahrgang 1962, studierte Physik und indische Philosophie und lebte zwölf Jahre in einem vedischen Tempel. In mehrjährigen Indienaufenthalten hat er dessen Kultur, Philosophie und Religion persönlich kennen gelernt und eingehend erforscht. „Kali kommt“ wurde 2003 fertiggestellt und in einer Privatausgabe verlegt. Die vorliegende Kindle-Ausgabe ist eine umfangreich überarbeitete zweite Auflage.
Seit einigen Jahren widmet er sich intensiv dem Schamanismus Südamerikas und der Arbeit mit der visionären Pflanzenmedizin Ayahuasca. Sein zweiter Roman, „Das Spiel mit dem Jenseits“, dreht sich um diese Erfahrungen und soll Ende 2012 in Kindle veröffentlicht werden.